wider den sinn eines gottesbeweiss oder des gegenbeweises
beim langen autofahren kommen mir manchmal ideen. heute dachte ich über den hohen treibstoffverbrauch beim anfahren nach. der bordcomputer zeigt dabei immer sehr hohe werte an. wie hoch ist er aber tatsächlich im augenblick der geschwindigkeitsänderung von null auf >null? mathematisch müßte er unendlich hoch hoch sein - der tank müßte sofort leer sein. ist er aber nicht. die erleuchtung kam mir gleich darauf: die zeitspanne, in der der verbrauch unendlich hoch ist, ist unendlich klein.
allgemeiner formuliert ist festzustellen, daß sich vorgänge der realen welt mathematisch abbilden lassen und zu funktionen f (x) führen, deren argumente, funktionswerte oder beide im unendlichen liegen.
these 1: es gibt vorgänge, die sich im unendlichen abspielen, aber ohne bedeutung für uns menschen sind.
begründung: da unendlich nun einmal unendlich ist, wird das unendliche nie erreicht werden.
these 2: es kann nicht mehr, als eine unendlichkeit einer größe geben.
beispiel: wenn eine kugel den radius r=unendlich hat, kann es keine zweite kugel mehr geben, weil dann ja die erste kugel nicht unendlich sein könnte, sondern durch die zweite kugel begrenzt würde.
(frage: läßt sich formulieren r1+r2=unendlich ? sicher nicht.)
läßt sich unendliches erkennen?
these 3: unendliches ist nicht erkennbar.
begründung: es gibt keinen zahlenwert, der eine unendliche größe beschreiben kann.
ist gott unendlich?
fazit 1: gott ist zwingend unendlich, denn sonst wäre gott nicht gott.
begründung: - wäre gott nicht unendlich, wäre platz für unendlich viele götter. welchen gott meinten wir dann?
- wäre gott nicht räumlich unendlich, wo wäre er dann?
- wäre gott nicht unendlich mächtig, wo endete seine macht?
- wäre gott nicht unendlich gütig, wo endete seine güte?
- wäre gott nicht unendlich wissend, wo endete sein wissen?
- ... usw. usf. bis ins unendliche.
fazit 2: wenn es gott gibt und fazit 1 richtig ist, ist gott nicht erkennbar. mithin ist es ohne jede bedeutung, ob es ihn gibt, oder nicht.
fazit 2: wenn es gott nicht gibt, ist gott, da es ihn ja nicht gibt, ohne bedeutung.
fazit 3: gott ist ohne bedeutung.
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